Video Hosting in times like these


Die Idee, Videos zu erstellen, ist das Eine, die Videos auch zu veröffentlichen, das Andere.

Vor ein paar Jahren hätte man die Video einfach bei Youtube gehostet, aber so einfach ist es leider nicht mehr.

Ich habe hier schon kurz von meiner Projektidee berichtet, nochmal die Dinge der IT zu machen, mit denen ich damals beruflich angefangen habe und diese dann auch in Videos festzuhalten.

Nachdem die ersten zwei Video erstellt waren und ich für mich einen Workflow gefunden habe, geht es an die Veröffentlichung.

Dazu hatte ich drei Ansätze.

Blog

Die erste Möglichkeit wäre, die Videos hier auf dem Blog zu veröffentlichen. Das wäre eigentlich schon ok, wenn man bedenkt, dass der Aufwand äußert gering wäre, weil die Infrastruktur schon vorhanden ist.

Allerdings habe ich Sorge, dass die Bandbreite hier nicht ausreicht, da der Blog im #Homelab läuft und somit auf die Upstream Bandbreite unseres heimischen Internetanschlusses angewiesen ist.

Youtube

Ich habe ernsthaft kurz über Youtube nachgedacht. Bandbreite und Speicherplatz wären kein Thema.

Allerdings finde ich es absolut unpassend, in der aktuellen Zeit mit dem Veröffentlichen auf Youtube anzufangen. Man muss sich nichts vormachen: ich wäre da praktisch nicht relevant, trotzdem stärkt jedes neue Video die Plattform. Mindestens durch die Aufrufe und damit die Verweildauer, bei deutlich mehr Views natürlich auch irgendwann die Einnahmen von Youtube.

Außerdem gibt man so auch die Kontrolle über die eigenen Inhalte aus der Hand.

Es kommt also nicht Frage, jetzt mit Videos auf Youtube anzufangen. Schlimm genug, dass ich da weiterhin als Konsument unterwegs bin.

Peertube

Neben den Erstgenannten stand natürlich Peertube auf der Liste. Es gäbe hier zwei Möglichkeiten.

Registrierung bei einer bestehenden Instanz

Um sich bei einer bestehenden Peertube Instanz zu registrieren, muss man erstmal eine Instanz finden, die inhaltlich passt und die auch die Registrierung neuer User erlaubt. Beides ist nicht leicht und letztlich gibt man damit auch wieder die Kontrolle über die eigenen Videos ab. Ein bißchen jedenfalls.

Selfhosting

Die zweite Möglichkeit ist, selbst eine Peertube Instanz zu betreiben. Hardware Ressourcen sind vorhanden und das Thema mit der Bandbreite wird ein wenig durch Federation und P2P Verfahren (browser-basiert) abgefedert.

Letzteres wirft allerdings einen kleinen Schatten auf Peertube. Während P2P in diesem Fall technisch eine gute Lösung ist, ist es rechtlich zumindest in Deutschland wahrscheinlich weiterhin heikel. Da man als Konsument leider erst zu spät (oder gar nicht) merkt, wenn im Video geschütztes Material verwendet wird, verbreitet man es schon über P2P an weitere Konsumenten.

Trotzdem habe ich mich für eine eigene Peertube Instanz entschieden. Mehr dazu gibt es in einem gesonderten Post.

Da ich kein geschütztes Material in Videos verwenden werde und somit auch niemanden in Gefahr bringe, kann ich Peertube aus Betreiberperspektive guten Gewissens einsetzen. Notfalls ließe sich das P2P Feature auch serverseitig deaktivieren.


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